Alexander hat geschrieben:Erdogan führt die Türkei immer mehr in ein Absurdistan. Die Türkei verbietet Weichnachten an deutschen Schulen.
Beim
ehemaligen Nachrichtenmagazin klingt das heute sehr merkwürdig, beinahe schon postfaktisch
Der Vorgang hatte zahlreiche Menschen in der Türkei und in Deutschland beschäftigt. Einige von ihnen hatten SPIEGEL ONLINE und anderen Medien vorgeworfen, Falschmeldungen zu verbreiten.
Wie unglaublich ist denn das?

Das kann doch garnicht sein, denn das ist verboten! *aufstampf*
Da die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen den deutschen Lehrerinnen und Lehrern verboten hat, mit der Presse zu reden, wollten alle Quellen anonym bleiben.
Fakten, Verbote oder Gerüchte?
Das Auswärtige Amt reagierte empört auf die Anweisung, Weihnachten im Unterricht auszusparen: "Wir verstehen die überraschende Entscheidung der Leitung des Istanbul Lisesi nicht", teilte das Amt am Sonntag mit. Weitere deutsche Spitzenpolitiker vieler Parteien äußerten sich verärgert.
Oha, sie
äußern sich! Wie dramatisch. Eine sinnvolle Variante wäre eine echte Reaktion statt nur ein bißchen den Zeigefinger zu erheben.
Das Istanbul Lisesi ist ein staatliches türkisches Gymnasium, das ausschließlich von türkischen Schülern besucht wird. Zugleich ist es eine anerkannte deutsche Auslandsschule, die mit deutschen Steuermitteln gefördert wird.
Deutschland entsendet Lehrkräfte dorthin, derzeit sind es 35. Die Hälfte der Lehrerschaft des Istanbul Lisesi kommt damit aus Deutschland. Die Kooperation beruht auf dem Kulturabkommen zwischen Deutschland und der Türkei von 1957.
35 Lehrer unterrichten alleine dort finanziert von unserem Steuergeld. Gibt's hierzulande eine solche Lehrerschwemme, daß wir diese exportieren müssen? Wie wäre es mit der einzig sinnvollen Reaktion als Zugabe zum Wutpolitiker raushängen: Lehrer sofort beurlauben und bei nächster Gelegenheit nach .de versetzen, damit sie hier Schüler unterrichten, aus denen keine Erdogan-Wähler werden.
Die deutsche Regierung hätte durchaus Möglichkeiten im Kleinen wie im Großen den türkischen Wählern und der türkischen Regierung zu zeigen, was sie von ihrer gewandelten Geisteshaltung hält.
Gruß, Ralf