Irak 2022

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dirk60
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Registriert: Mo 12. Apr 2021, 17:57

Irak 2022

Beitrag von dirk60 »

Hallo,

auf unserem Weg zur arabischen Halbinsel haben wir den Süd- und Zentralirak besucht. Wir sind jetzt in Kuwait. Ich möchte gerne ein paar der Eindrücke über die gute Woche, die wir im Irak verbracht haben, hier teilen.
Wir sind von der iranischen Grenze bei Basra ins Marshland bei Chibayish, zu den historischen Stätten von Ur, Uruk und Babylon, sowie zum Iman Ali Shrine nach Nadschaf gefahren und dann nach Kuwait ausgereist.

Im Vorfeld haben wir uns ausführlich mit verschiedenen Agenturen, die Gruppenreisen in den Irak anbieten und der irakischen Botschaft in Berlin gesprochen. Auch hier im Forum hatten wir nachgefragt und wertvolle Hinweise bekommen. Der Grundtenor aller Aussagen war: Es ist möglich, aber nicht einfach.

Also haben wir uns auf den Weg gemacht. Über Polen, Ukraine, Georgien, Türkei und Iran sind wir in den Irak. Einreise am Grenzübergang Salamanche.

Die Einreise war zeitraubend (6 Stunden) und teuer (100 USD Zollabfertigung, 100 USD Polizei, 75 USD Visa/Person + 60 USD Hotelbestätigung/Person)
Den genauen Ablauf findet ihr auf unserer Homepage: www.poetzsch-schwann.de/irak.html

Übereinstimmend wurden uns im Vorfeld als größte Schwierigkeiten genannt:
- Checkpoints
- Übernachtungsplätze finden

Diese Punkte haben sich jedoch als nicht so gravierend herausgestellt.

Es gibt tatsächlich auf den Landstraßen vor jedem größeren Ort und jeder wichtigen Kreuzung einen gut ausgebauten, stationären Checkpoint. Wir wurden jedes mal zur Seite gewunken und die Papiere ausführlich kontrolliert. Da jeweils mit der vorgesetzten Dienststelle Kontakt aufgenommen wurde, hat es auch immer gedauert. Zwischen 10 und 30 Minuten mussten wir warten. Aber alles lief sehr höflich und korrekt ab. Die Wartezeit haben wir meistens im Büro des Checkpointleiters bei Tee und Gebäck verbracht und wurden mit guten Wünschen und Selfies verabschiedet.

Übrigens gibt es auf der sehr guten Autobahn M1 zwischen Hilla und Basra keinen Checkpoint. Die ehemals vorhandenen sind abgebaut. Der erste Checkpoint auf der 400 Kilometer langen Strecke ist am Autobahndreieck kurz vor Basra.

Übernachtungsplätze zu finden war wesentlich einfacher als befürchtet. Wir haben entweder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten oder auf einem bewachten Parkplatz übernachtet. Nachdem wir dem jeweiligen Personal klarmachen konnten das wir im Auto übernachten wollen, wurden immer Lösungen gefunden. Es hat manchmal etwas gedauert bis es geklappt hat, aber am Ende hatten wir immer einen guten Platz.

Für uns überwältigend war die Gastfreundschaft der Iraker. Ähnlich wie im Iran, wurden wir permanent zum Essen und übernachten eingeladen. Es fühlte sich immer jemand für uns verantwortlich. Man hat gemerkt, die Leute freuen sich über Touristen.

Unser Fazit: Die Reise hat sich gelohnt. Wir fühlten uns nie unsicher oder bedroht.

Eine Einschränkung gibt es noch. In Gesprächen mit Polizei und Militär wurde unser Eindruck das die Mitte und der Süden des Irak sicher sind bestätigt. Wir wurden jedoch explizit darauf hingewiesen, dass das nicht für den westlichen Landesteil (westlich von Karbala bis zur Grenze Saudi-Arabien und Jordanien) und nördlich von Baquba bis Kirkuk gilt. Diese Bereiche sollten Zitat: “Nonstop und ohne Kontakt zur Bevölkerung durchfahren werden, da dort der IS unterstützt wird“.

Weitere Details und Fotos findet Ihr neben unserer Homepage auch auf unserem Blog : www.dugpoetzsch.blogspot.com

VG aus Kuwait

Dirk
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